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Hamburg bekommt Diren Dede-Platz

Vorplatz der ehemaligen Viktoria-Kaserne wird nach dem Jugendlichen aus Altona benannt

Zwei gute Nachrichten aus Altona:

Zum einen entsteht an der Straßenecke Zeiseweg / Bodenstedtstraße vor dem neuen Eingang der ehemaligen Viktoria-Kaserne ein neuer Platz. Der Vorplatz gehört zum Gelände der fux-Genossenschaft, die die denkmalgeschützte Kaserne 2015 von der Stadt erworben hat, um sie zu sanieren und einem selbstverwalteten Ort für Kultur, Bildung und Produktion umzuwandeln. Eines unserer wichtigsten Vorhaben war: Die alte preußische Trutzburg zum Stadtteil zu öffnen und zugänglich zu machen. Mit dem neuen Eingang, der in diesen Wochen nach Plänen des Architekturbüros KSRK gebaut wird, schaffen wir einen neuen, sonnenbeschienenen Platz, der für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein wird.

Zum anderen haben wir für diesen neuen Platz den richtigen Namen gefunden: Er soll in Absprache mit der Familie des 2014 in den USA ermordeten Jugendlichen „Diren-Dede-Platz“ heißen.

Diren Dede, geboren am 21. September 1996, gestorben am 27. April 2014, ist auf dem benachbarten Allee-Gymnasium zur Schule gegangen, hat beim SC Teutonia 1910 an der Bodenstedtstraße Fußball gespielt, seine Familie hat hier gelebt. Diren war ein Junge aus dem Viertel, seine Freunde, die in den umliegenden Straßen leben, erinnern sich an seine außergewöhnliche Freundlichkeit und Energie. Als die Nachricht von seinem Tod vor drei Jahren die Runde machte, versammelten sich über 1400 Menschen auf dem „Karl Möller Sportplatz“ visávis der Kaserne.Wir als fux eG fanden es richtig, durch die Benennung des Platzes an Diren Dede zu erinnern. Unser Stadtteil ist sehr geprägt durch Jugendliche wie Diren. Das Mindeste, was wir machen können, ist, im Viertel einen Ort zu schaffen, an dem seine Familienangehörigen und seine Freunde seiner gedenken können. Wir werden die Benennung des Platzes im September durch die Aufstellung eines Straßenschildes begehen. Einladung folgt.

Zur Erinnerung: Diren Dede starb am 27. April 2014 in einer Garage in Missoula / USA durch Schüsse aus einer Schrotflinte. Er wurde 17 Jahre alt. In den USA war er als Austauschschüler. Sein Mörder, der US-Amerikaner Markus Kaarma, feuerte das Gewehr in das Dunkel seiner Garage ab, nachdem er Diren mit einer Überwachungskamera beim Eindringen beobachtet hatte. Diren Dede wurde zunächst am Arm getroffen, mit dem zweiten Schuss traf ihn eine Kugel am Kopf, die tödlich war. Zeugen berichteten danach, Kaarma habe Tage vor der Tat angekündet, er werde die „verdammten Kids“ töten, wenn sie versuchten, bei ihm einzubrechen. Zuvor war es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen. Markus Kaarma wurde zu 70 Jahren Haft verurteilt, eine Revision wurde am 8. Februar 2017 abgelehnt.

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