23. dokumentarfilmwoche: Monument Zero
Buchvorstellung + Film
›Monument Zero‹ ist ein Projekt, das aus einer intergenerationellen, kollektiven feministischen Praxis hervorgegangen ist.
Es setzt sich mit der historischen Auslöschung der Proteste zum Internationalen Frauentag am 8. März 1979 im Iran auseinander und zeichnet zugleich die Kontinuität feministischer Kämpfe von diesem Moment bis in die Gegenwart nach. Abwesenheit, Bewahrung und Weitergabe treten als zentrale Anliegen hervor und rücken kollektive Autor*innenschaft sowie feministische Archivpraxis als Formen des Widerstands in den Vordergrund. Das Projekt geht von dem Kurzfilm ›Iranian Women’s Liberation Movement: Year Zero‹ (1979) aus, der die Proteste von Frauen gegen die verpflichtende Einführung des Hijab dokumentierte, als die Islamische Republik sich noch im Aufstieg befand.
Initiiert von Katayoon Barzegar und erweitert durch die Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Forscher*innen und Historiker*innen, vereint die Publikation ›Monument Zero‹ Essays, Archivmaterialien und visuelle Beiträge, die untersuchen, wie verstreute Spuren des Widerstands erinnert, dokumentiert oder unsichtbar gemacht werden. Bei der dokumentarfilmwoche hamburg werden Katayoon Barzegar und Behshad Tajammol über ihren kollaborativen Rechercheprozess und die Entwicklung des Archivs sprechen, die das Projekt geprägt haben. Die Veranstaltung umfasst zudem Ausschnitte aus ihrem neuen hybriden Dokumentarfilm ›Murmurs in the Distance‹, der gemeinsam mit Pegah Pasalar realisiert wurde.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der Film Iranian Women’s Liberation Movement: Year Zero gezeigt.
Beginn: 11 Uhr
Zu Gast: Katayoon Barzegar, Behshad Tajammol
Vortrag auf Englisch
Weitere Infos: https://www.dokfilmwoche.com/