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School of Lüften

11 Kurzfilme von Studierenden der HTK zeigen uns Wege zum optimalen Raumklima.

 

1. Die Ausgangssituation: alte Kaserne – neue Fenster
Die alte Kaserne bekommt 370 neue Fenster: Doppelt verglast, energieeffizient und als energetische Modernisierungsmaßnahme von der IFB Hamburg (Hamburgische Investitions- und Förderbank) gefördert.

2. Das Problem: Schimmel
Dichte Fenster, atmende Nutzer*innen, feuchte Luft. Damit sich kein Kondenswasser an den Wänden absetzt und es schimmelt, muss rausreichend gelüftet werden. Sonst leiden Bausubstanz und Gesundheit. Eine Maßgabe der IFB war deshalb, allen Nutzer*innen das richtige Lüften nahezubringen.

3. Die Lösung: Filme

Wie das? Unter der Überschrift „Stoßlüften“ haben angehende Kommunikationsdesigner*innen der HTK für die fux eG kurze, humorvolle Clips entworfen. Dabei wird das staubige Thema mit überraschenden Bildern verknüpft, um „Stoßlüften“ im kollektiven Bewusstsein der Genossenschaft zu verankern. Die Filme werden online verbreitet, bei Versammlungen der Nutzer*innen gezeigt und verweisen auf diese Internetseite.

4. Richtig lüften in geschlossenen Räumen
heißt: Fenster nicht kippen, sondern
Stoßlüften, Querlüften, Durchzug
Feuchtigkeit raus, Sauerstoff rein
Und das mehrmals am Tag

 

 

 

 

 

 
Das Ziel effektiven Lüftens ist, Feuchtigkeit und CO2 aus dem Innenraum nach aussen zu transportieren und dabei möglichst wenig Wärme zu verlieren.

Den Räumen wird von ihren Nutzern laufend Feuchtigkeit zugeführt, durch Atmung und Transpiration ebenso wie durch diverse Haushaltstätigkeiten. Warme Luft beheizter Räume nimmt viel Feuchtigkeit auf. Trifft diese warme, feuchte Luft auf kalte Flächen, schlägt sich die Feuchtigkeit nieder, zum Beispiel als Schwitzwasser auf einfach verglasten Fensterscheiben. Ist das neue energiesparende wärmgedämmte Fenster nicht mehr der kälteste Punkt im Raum, dann kondensiert das Wasser zum Beispiel auf den Wänden. An diesen feuchten Wandstellen kommt es zu Schimmelbildung.
Beim Lüften wird die warme, zunehmend feuchte und sauerstoffarme Luft möglichst schnell und umfassend gegen Frischluft ausgetauscht. Mehrmals täglich einige Minuten Stoßlüften, Querlüften, Durchzug erzeugen sind die Mittel der Wahl. Im Winter 5 Minuten, im Sommer 25 Minuten, mindestens 4 Mal am Tag.

Zudem geht bei dieser Form des Lüftens deutlich weniger Wärmeenergie verloren als durch Dauerbelüftung mit Fenstern in Kippstellung. Wird ein Innenraum beheizt, erwärmen sich Bausubstanz und Einrichtung. Sie speichern die Wärmeenergie, die ausgetauschte Frischluft erwärmt sich schnell. Gekippte Fenster hingegen führen die aufsteigende Wärme der Heizköper direkt nach aussen und produzieren keine ausreichende Luftbewegung in Hinblick auf den Feuchtigkeitstransport.